Ein literarischer Streifzug durch griech. Landschaft
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- Horst Möller
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Geistig verödet, wer seine Wurzeln kappt, sinngemäß so hat sich Günther Grass letztens in Sachen Griechenland zu Wort gemeldet2. Also dann lassen Sie mich zur Begrüßung ein Blümelein überreichen, das auch auf griechischem Boden Wurzeln geschlagen hat.
Ἐπὶ πάντων τῶν ὀρέων
ἡσυχία βασιλεύει.
Ἐπὶ τῶν κλαδίσκων πλέον
οὔτε φύλλον δὲν σαλεύει.
Τὰ πτηνὰ ταῖρι ταῖρι
Nikos Kazantzakis - Ein berühmter Unbekannter
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- Pavlos Tzermias
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Die neugriechische Literatur im weiteren Sinne des Wortes hat lange Zeit unter der Tatsache gelitten, dass das moderne Griechenland in mancher Hinsicht im Schatten der Akropolis und unter der Bürde seiner eigenen geschichtlichen Vergangenheit lebt. Nur wenigen Neugriechen war es beschieden, die Grenzen zu sprengen, welche durch diese Sachlage gezogen sind. Zu diesen wenigen gehört zweifellos Nikos Kazantzakis.
Giorgos Seferis – Literaturnobelpreis 1963
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- Griechenland Aktuell
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Giorgos Seferis zählt zu den bedeutendsten Dichtern und Essayisten neugriechischer Sprache, der 1963 den Literatur-Nobelpreis erhielt. Er gilt als Hauptinitiator der Generation der 30er-Jahre, die in der Dichtung die Wende zur Moderne vollzog. Seine Gedichte - trotz eines schmerzhaften Bewusstseins von Vergänglichkeit – lehren die Bescheidenheit, das Gleichgewicht und die stoische Fügung in das Schicksal. Der Mensch und Dichter Seferis mit weit offenen Augen erlebt und erforscht die Welt in allen ihren Äußerungen
Von Julian zu den Kappadokiern, Ein Blick auf das “andere Byzanz“
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- Pavlos Tzermias
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Dem östlichen bzw. griechischen Mittelalter haftet zum Teil etwas Finsteres und Rohes an, das unter anderem auch im Wort “Byzantinismus“ zum Ausdruck kommt. Den Bedürfnissen der Monarchie (der Herrschaft des Autokrators), der mit ihr liierten Kirche, des “Agrarfeudalismus“ und der “aristokratisch“ gegliederten Gesellschaft entsprach ein religiöses, geistiges und sittliches Leben, das in mancher Hinsicht durch Intoleranz, Erstarrung, Aberglauben und Formalismus gekennzeichnet war.
Konstantinos Kavafis – Der Begründer der neugriechischen Dichtung
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- Griechenland Aktuell
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Konstantinos Kavafis hat der griechischen Dichtung den Weg in die Moderne eröffnet. Er steht am Anfang einer Reihe berühmter Namen, die die Weltgeltung der Lyrik Griechenlands in diesem Jahrhundert bestimmen. Der Dichter zeichnet vor dem Hintergrund eines über die Jahrhunderte gespannten Panoramas griechischer Mythologie und Historie, eines Panoramas von fremdartiger Faszination, sein zeitloses Menschenbild. In vielfältiger Variation - auf der Grundlage historischer, philosophischer und (homo)erotischer Themen - umreißen seine Gedichte den Widerstreit der Prinzipien Hoffnung und Vergeblichkeit.
Das Land der Griechen mit der Sprache suchen
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- Pavlos Tzermias
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In der Zeit des Humanismus, einer vielschichtigen und polyvalenten und somit nicht eindimensional zu deutenden Bewegung, war die Beziehung zu Griechenland vornehmlich ein geistiges Abenteuer. Erasmus von Rotterdam und die anderen Humanisten erstrebten durch das Studium antiker Schriftsteller die Verwirklichung des Ideals wahrhaft menschlicher Bildung. Im Mittelpunkt jener Bewegung, deren Anfänge in gewissem Sinne schon in der Auseinandersetzung der Kirchenväter mit dem „heidnischen“ Altertum zu erblicken sind,
Freiheit und Sprache - Eine kleine Einführung zum Werdegang der Neugriechischen Literatur
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- Niki Eideneier
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"Wir wollen Prosa, Prosa!" Den Schrei des griechischen Gelehrten aus dem 19. Anfang des 20. Jahrhunderts, Jannis Psycharis (1854-1929), hat man seitdem öfter gehört, zuletzt in der deutschen Verlagslandschaft, als es darum ging, bedeutende Werke der Neugriechischen Literatur angesichts der Internationalen Frankfurter Buchmesse 2001, als Griechenland das Gastland war, auch dem deutschen Lesepublikum vorzustellen. Und die deutschen Verlage, zumindest was den Ertrag der letzten Jahre anging und was sowieso dem Geist unserer
“Die Frauen Griechenlands und ihre Literatur”
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- Niki Eideneier
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Der Titel des Romans von Carmen von Samson (Fischer, 2000) könnte als Motto dieses kurzen Essays über griechische Frauenliteratur stehen. Oder auch: “Die griechische Literatur der neuesten Zeit ist weiblich”, wie bereits vor einigen Jahren behauptet wurde. Und ich möchte hinzufügen: Die Griechinnen erlangten ihre Freiheit durch die Literatur. Andererseits: Auch wenn man die griechische Gesellschaft, wie schließlich bei den meisten Mittelmeerländern seit dem Altertum als Männergesellschaft bezeichnet, muß man/frau doch ganz genau wissen, daß das so nicht stimmt.
Würdigung des Werkes von Nikos Kazantzakis
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- Pavlos Tzermias
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Der Name von Nikos Kazantzakis bildet heute einen Begriff für die Gebildeten vieler Länder. Seine Bücher werden fast auf der ganzen Welt gelesen. Sein Werk wurde nicht nur zum wichtigen Bestandteil der neugriechischen Literatur, sondern gleichsam auch zum Gemeingut der Menschheit. Es ist sogar so, dass Kazantzakis zunächst zu Weltruhm gelangen musste, um - konventionell gesehen - in seiner Heimat anerkannt zu werden. Heute noch wird der namhafte Kreter im griechischen literaturgeschichtlichen Schrifttum zum Teil stiefmütterlich behandelt.
Kostas Chatziantoniou mit dem Literaturpreis der EU 2011 geehrt
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- europa.eu
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Auf der Frankfurter Buchmesse wurden am 11. Oktober die Gewinner des Literaturpreises der Europäischen Union, Ausgabe 2011, bekanntgegeben worden. Der Preis wird an besonders erfolgreiche Nachwuchsautoren in der EU vergeben. Für 2011 geht der Preis an Kostas Hatziantoniou (Griechenland), Kalin Terziyski (Bulgarien), Tomáš Zmeškal (Tschechische Republik), Ófeigur Sigurðsson (Island), Inga Zolude (Lettland) Iren Nigg (Liechtenstein), Immanuel Mifsud (Malta), Andrej Nikolaidis (Montenegro), Rodaan Al Galidi (Niederlande), Jelena Lengold (Serbien), Ciler Ilhan (Türkei) und Adam Foulds (Vereinigtes Königreich).
"Prix Européen de Littérature 2010" an die griechische Dichterin Kiki Dimula verliehen
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- Niki Eideneier
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"Normalerweise finde ich es nicht gut, wenn man Preise, die einem für sein Werk verliehen wurden, mit anderen teilt. Diesmal aber und in der schlimmen Situation, in der sich meine Heimat befindet, nehme ich diesen Preis im Namen Griechenlands an und widme es ihm vom Herzen. Ich danke Ihnen."
Mit diesen knappen Worten antwortete die große Dichterin am Samstag den 13. März in Straßburg auf die Laudatio des Bürgermeisters der Stadt im Festsaal des "Palais du Rhin",
Kiki Dimula - "Europäischer Literaturpreis" für 2010
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- Griechenland Aktuell
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Kiki Dimula gilt als die bedeutendste lebende Dichterin Griechenlands. In ihrem höchstbeachtlichen Werk zeichnet sie sich durch ihre abstrakte Thematik sowie durch ihre völlig unkonventionelle Schreibweise aus. Die Welt von Kiki Dimula ist die Spannung zwischen dem Seienden und dem Nicht-Seienden. Diese Spannung drückt sich in ihren Themen aus: Werden und Vergehen, Zeit, Verschleiß und Verlust. Auch ihr anarchischer Umgang mit der Sprache zeigt diesen Konflikt:
Der Verlag Philipp von Zabern
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- Renate Dülk
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Der Verlag Philipp von Zabern Mainz, glänzt mit Publikationen zu archäologischen und kulturgeschichtlichen Themen „Geruch des Abenteuers“ Für den auf Archäologie, Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte spezialisierten Mainzer Verlag Philipp von Zabern, der mit rund einhundert Neuerscheinungen jährlich zu den weltweit größten, renommiertesten und erfolgreichsten Fachverlagen zählt, ist Griechenland von besonderem Interesse.
Die Heilbronner Lesungsreihe
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- Evangelos Goros
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„Ich bin ein Berliner“, sagte vor über vierzig Jahren der amerikanische Präsident John F. Kennedy und bekräftigte mit dieser Äußerung seinen Willen zur Anteilnahme und Unterstützung für die geteilte Stadt. War Kennedy ein Berliner? Und wann ist man ein Berliner? Kann ein Amerikaner überhaupt ein Berliner sein? Und jetzt, wo Berlin nicht mehr geteilt ist, gibt es Amerikaner, die Berliner sind?
Doch Berlin ist weit und Amerika noch weiter. Unsere Heimat ist Heilbronn.
Dido Sotiriou (1909-2004)
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- Niki Eideneier
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Dido Sotiriou, geboren 1909 in Aydin/Türkei, gestorben am 23. September 2004 in Athen.
“Kahrolsun sebep olanlar – verflucht seien die Schuldigen!” Diese kleine Grand Dame der neugriechischen Literatur spricht nicht mehr, sie schreibt nicht; sie hat zwar aus Altersgründen lange nicht mehr geschrieben. Doch ihr schriftliches Wort weilte noch lang in aller Munde, sie hat schließlich als erste die wirklichen griechisch-türkischen Beziehungen unter ein anderes Licht gestellt,
Jannis Ritsos – Der Dichter des griechischen Geistesraums
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Jannis Ritsos ist einer der wichtigsten und berühmtesten neugriechischen Lyriker. Er ist Zeuge der politischen Katastrophen seiner Zeit. Sein Engagement als Marxist führte ihn mehrmals in die Verbannung und ins Gefängnis. Seine literarische Produktion ist thematisch zunächst durch sein soziales Engagement gekennzeichnet. So wurden beispielsweise seine von M. Theodorakis vertonten Gedichte an den 60er Jahren symbolisch für die linke Bewegung und den Widerstand. In seinem Spätwerk tritt der soziale Aspekt zugunsten einer
Dem Dichter Manolis Anagnostakis zum 80. Geburtstag
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“Innerhalb des poetischen Schaffens erscheint der Dichter mit dem Rücken zum Publikum, mit seinem Blick fest ausgerichtet einzig und allein auf das Objekt, d. h. auf die Reaktion, die durch das Geschehen hervorgerufen wurde.” J. A.
Obwohl diese Aussage von einem der tiefsinnigsten Kritiker des Dichters Manolis Anagnostakis, Jorgos Arajis, den Nagel auf den Kopf zu treffen scheint, zumindest was den zeitlichen und äußeren Rahmen seiner Dichtung angeht, eben dieses Festhalten am Objekt, bleibt sein Werk eine einzige Herausforderung des Publikums.
Takis Sinopulos – Das Gefühl einer existentiellen Einsamkeit
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Takis Sinopulos wird als einer der bedeutendsten politisch motivierten Nachkriegslyriker Griechenlands angesehen. Seine Arbeit konzentrierte sich thematisch auf die Jahre 1939 bis 1949, das heißt also auf die Zeit des Krieges und insbesondere des griechischen Bürgerkriegs. Neben die historische Dimension lotet seine Dichtung die Tiefe der menschlichen Psyche aus und mündet oftmals in der Darstellung existenzieller Einsamkeit.
Zacharias G. Mathioudakis, Kretischer Dichter und Autor der Märchen- und Fabelwelt
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- Evangelos Goros
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Sein Dorf heißt Klima, „mit ita", ergänzt er freundlich, aber auf deutsch kann man das nur mit „i" schreiben, wie „das Klima", fügt er schmunzelnd hinzu. Die deutsche Sprache, hat er einmal gesagt, ist meine neue Geliebte und die alte Geliebte ist die griechische. Und mit den beiden Geliebten lebt er seit Jahren zusammen. Seit 1958, wo er als junger Mann nach Waiblingen kam.
Michalis Ganas - Bilder des menschlichen Schicksals
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Michalis Ganas gehört zu den wichtigsten Vertretern zeitgenössischer griechischer Lyrik. Er deutet menschliche Schicksale an, die, mit der Natur verbunden, vielfach in Bildern ausgedrückt werden. Er verarbeitet Erlebnisse und Erfahrungen seiner eigenen Biographie. Aus der schweren Zeit der Kindheit erheben sich dunkle Erinnerungen, die er in feinsten Versen verarbeitet. Ganas schreibt über die Emigrationswelle, die ganze Dörfer leerte,
Arbeitskreis "Lebendige Antike“ - Ludwigshafen
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Orientierung geben in einer Zeit, in der die Maßstäbe im Denken, in der Kunst, in der Ästhetik „etwas ins Wanken geraten sind“, will der 1954 am Theodor-Heuss-Gymnasium in Ludwigshafen gegründete Arbeitskreis „Lebendige Antike“, wie dessen Leiter Dr. Friedrich Kuntz aus Haßloch/Pfalz betont. Seit seiner Gründung bietet der von dem ehemaligen Schulleiter Dr. Werner Thomas, einem angesehenen Philologen und Musikwissenschaftler, ins Leben gerufene Arbeitskreis
Titos Patrikios, ein Leben zwischen Weltstädten und Drahtverhau
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Titos Patrikios ist ein der wichtigsten griechischen Dichter der ersten Nachkriegszeit. Der engagierte politische Dichter und gleichzeitig sensible Erforscher der Wirklichkeit des Alltags und der Gefühle, verbindet in seiner Dichtung scharfe, kritische Beobachtungen mit den Wunschträumen eines Menschen, der viel gelitten hat, aber dennoch seinen Mut nicht verloren hat. Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens bleibt bis heute die Lyrik, geprägt von Pessimismus, einer beinah sinnlichen Verehrung der Natur und kräftiger Erotik.
Kostas Karyotakis – Das tragische Gefühl der Vergeblichkeit
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Kostas Karyotakis gehört zu den sehr wichtigen, sehr umstrittenen und meistgelesenen Dichtern der neugriechischen Literatur. Trotz der wenigen Jahre seines Wirkens hat er zahlreiche Dichter der griechischen Moderne beeinflusst. Kennzeichnend für seinen Stil sind Bitterkeit und Sarkasmus im Ton, Ironie in den sprachlichen Wendungen und die Aufhebung der tradierten dichterischen Konturen. Seine Themen drehen sich immer um das Vergebliche, Unbedeutende, Ruhmlose, ja auch Lächerliche.
Jannis Kondos - Die Ironie der Melancholie
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- Griechenland Aktuell
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Jannis Kondos gilt als einer der Hauptvertreter der neueren griechischen Dichtung. Er verbindet in seinem Werk den traditionellen griechischen Geist mit dem europäisch-kosmopolitischen, indem er aber einen ganz persönlichen Stil schafft. In seiner Dichtung entflieht er aus eigener Kraft dem pessimistischen Ton, indem er Melancholie zu Ironie verwandelt, und zu einer Infragestellung der eigenen Person und der Dichtung.
Ersi Sotiropoulos, Frau Laiston in Psilalónia
- Autor
- Doris Wille
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Zuerst war da Frau Laiston. Sie hatte ein sehr schönes Haus im Stadtteil Psilalónia, wohin sie mich zu den unglaublichsten Zeiten einlud und mir zusammenhangloses Zeug erzählte. Von ihrem Fenster aus schauten wir gemeinsam auf den Platz, das Pflaster glänzte im Licht des Regens und die Palmen schwenkten ihre gerupften Zweige wie verwundete Flügel. Ich traf sie ziemlich häufig, manchmal sogar jeden Tag. Damals ging ich in den Kindergarten, und ich erinnere mich an meine Eltern, wie sie mir gegenüber saßen und den Geschichten von Frau Laiston mit zweideutigem Lächeln zuhörten.
Eine Griechin auf dem "Zauberberg“
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- EL Politismos
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Inmitten einer pittoresken Voralpenlandschaft, mit Blick auf den bläulich schimmernden Zürichsee, nur eine knappe Stunde von der Schweizer Bankenmetropole entfernt, befindet sich das Übersetzerhaus Looren….
von Agoritsa Bakodimou*
Charis Vlavianos - Die menschliche Tiefe und Wärme
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- Griechenland Aktuell
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Charis Vlavianos' Gedichte weisen menschliche Tiefe und Wärme auf in der Auseinandersetzung mit Leben und Abschied. Er literarisiert seine Erfahrungen mit Verlust und Tod in der Familie. Dabei blickt er auf äußerst private, reale Erlebnisse. Diese setzt er in einer klaren Sprache um, wobei immer wieder durch die feine Ironie die große Emotionalität der poetischen Bilder mit Humor angewendet wird. Manche seiner Gedichte sind nachdenklich und philosophisch, geradezu Aphorismen.
Manolis Anagnostakis – Die verlorene Generation
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- Griechenland Aktuell
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In freiem Vers, ironisch und melancholisch wirkt Manolis Anagnostakis dem Bewusstsein einer verlorenen Generation entgegen. Lyrik mit der Wehmut des Epos und dem Schmerz der Realität aus der Nachkriegszeit in Griechenland bis hin zur Juntaherrschaft in den 70er Jahren. Seine ersten Gedichte sind in besonderem Maße vom politischen Zeitgeschehen geprägt, aber auch durch Anagnostakis' unmittelbare Betroffenheit von der Auseinandersetzung mit dem Tod, dem Niedergang und dem Verfall.
Vassilis Papas - Ein Dichter aus der Peripherie Griechenlands
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Vassilis Papas ist ein Dichter aus der Peripherie Griechenlands. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird in seinem poetischen Werk Kontakt mit seiner Heimatstadt geknüpft: in geographischer Hinsicht - unter Landschaftsschilderungen entsteht ein "Raum der poetischen Wanderung", in dem man auch anderen Orten der Welt, und nicht nur griechischen, begegnet. Unter historischer Perspektive nähert sich der Autor seinem Ort durch Bezugnahme auf die deutsche Besatzung
Antonis Kalfas - Der Dichter des menschlichen Bedürfnisses
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Antonis Kalfas ist der Dichter des menschlichen Bedürfnisses nach kollektiver Trauer und Wohlbefinden, nach Sozialisierung und Solidarität, hauptsächlich aber nach gleichmäßiger Akzeptanz des Sonnenscheins eines jeden Tages. Die Heimat der Anderen wird zu seiner Heimat, die Staatsangehörigkeit der Menschen wird durch die Dichtung ökumenisch und zeitweise erdübergreifend, die neue Sprache wird zu einem Bündel vielfältiger Wörter mit in jeder Ecke der Erde verzweigter Abstammung. (Quelle: Romiosini Verlag).