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Koufonissia und Keros, Inseln der Ruhe im Herzen der Ägäis

Koufonisia-01Die kleinen Inseln Koufonissia zusammen mit der noch größeren Insel Keros formen eine Gruppe im Herzen des Ägäischen Meeres und befinden sich nordöstlich von Naxos und westlich von Amorgos. Das Ano („Oberes“) Koufonissi ist die einzige bewohnte Insel mit einer Gesamtfläche von 3,8 km² und ca. 300 ständigen Einwohnern, die sich hauptsächlich mit der Fischerei und der milden touristischen Entwicklung, besonders während der Sommermonate, beschäftigen. Chora, die einzige Siedlung der Insel, hat sich trotz des steigenden touristischen Verkehrs in den letzten Jahren kaum geändert; dort stehen dem Besucher Zimmer zum Vermieten, einige kleine Hotels, Tavernen und traditionelle Cafés zur Verfügung.

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Das Kato („Unteres“) Koufonissi, etwa größer mit 4,5 km², ist fast unbewohnt und nur während der Sommermonate durch täglichen Schiffsverkehr besuchbar. Die einzige Sehenswürdigkeit ist die Panagia-Kirche, gebaut auf antiken Ruinen, die am 15. August (Mariä Himmelfahrt) feiert. Die Route vom Hafen bis zur Kirche kann ca. 15 bis 30 Minuten zu Fuß dauern.

Einzigartig bleibt die natürliche Umgebung der Insel mit dem kristallklaren Wasser und den wunderschönen Stränden, u.a. Foinikas (oder Charokopou), Fanos, Platia Pounta (oder „Italienerin“) und Pori. Die außergewöhnliche geologische Gestaltung des natürlichen geschlossenen Golfs, welcher auch als privater Schwimmbad genutzt wird, und „ammothines“, die kleinen Sandhügel mit den raren Seeblumen, zählen zu den wichtigsten Attraktionen.

Obwohl Keros (15,2 km²) noch heute unbesiedelt ist, wurde die Insel dank Ausgrabungen als eins der wichtigsten Zentren der ersten Kykladenära II (2800-2300 v.Chr.) entdeckt und seitdem gilt die Insel als geschützter archäologischer Raum. Der sogenannte „Schatz von Keros“ besteht aus einer breiten Sammlung von ganzen oder gebrochenen (manchmal absichtlich) Marmoridolen, Ritualgegenständen und Steinwerkzeugen. Die Mehrheit davon wird im Museum für Kykladische Kunst und im Nationalen Archäologischen Museum in Athen ausgestellt. Die bekanntesten Idole der Region sind der Flöten- und der Harfenspieler. Diese Funde verstärken die Annahme, Keros sei die heilige Insel der Kykladen und galt als „Eingang zur Unterwelt“ bezeichnet.

(Hel.P.)

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